Energie aus Biomasse in Brasilien

Bei der Verwendung von Biomasse zur Energieerzeugung ist Brasilien einer der globalen Vorreiter. 29,6% des inländischen Energieangebotes kann auf Biomasse als Energiequelle zurückgeführt werden und die installierte Kapazität zur Erzeugung von Strom aus Biomasse beträgt ca. 11 GWh. Hochrechnungen gehen davon aus, dass sich diese installierte Kapazität bis zum Jahr 2021 auf 20 GWh fast verdoppeln wird. Ebenso wird damit gerechnet, dass bis 2021 der Anteil von Biomasse an der Energieerzeugung auf bis zu 33% anwachsen wird. Trotzdem steckt im Bioenergiesektor noch viel Potenzial, um die Energieproduktion aus Biomasse zu erhöhen. Vor allem in der Soja-, Mais-, Holz-, und Zuckerrohrproduktion entstehen große Mengen an pflanzlichen Abfällen, die nicht wiederverwertet sondern entsorgt werden. Aber auch für die Erzeugung von Energie aus Biogas besteht beträchtliches Potenzial. So könnte ungenutztes Biomethan zu einer täglichen Stromerzeugung von knapp 3,5 GWh beitragen und das noch nicht ausgeschöpfte Biogaserzeugungspotenzial der Landwirtschaft sowie von Abfällen und Haushaltsabwässern, die in 30%-50% der Fälle unbehandelt entsorgt werden, ist schätzungsweise sehr hoch. In den Bereichen von Biomasse und Biogas gibt es demnach noch reichlich Potenzial, um die Stromerzeugungskapazitäten aus Bioenergie auszubauen.

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